Integriertes Management natürlicher Ressourcen

 

mit Geoinformation
Im Rahmen des GTZ-Projektes "Integriertes Management natürlicher Ressourcen in den Bale-Mountains (Äthiopien)" wurde mit dem Ziel der Ermittlung von Waldkonservierungsprioritäten und Landnutzungskonflikten und unter Verwendung des Geographischen Informationssystems ArcInfo und des Fernerkundungsprogrammes ERDAS-Imagine ein digitales Geländemodell estellt, welches es gestattet die entscheidende Parameterkombination von Landnutzung und Hangneigung großräumig zu analysieren. In der Drei-dimensionalen Darstellung ermöglicht das Modell einen anschaulichen Überblick über das Projektgebiet, wenn die aktuelle Landnutzung - wie hier - in Echtfarben über das in leichter Überhöhung und schattiert dargestellte Relief gelegt wird.

3D-Darstellung des digitalen Geländemodells in höherer

Auflösung laden (302k)
wurde mit dem Ziel der Ermittlung von Waldkonservierungsprioritäten und Landnutzungskonflikten und unter Verwendung des Geographischen Informationssystems ArcInfo und des Fernerkundungsprogrammes ERDAS-Imagine ein digitales Geländemodell estellt, welches es gestattet die entscheidende Parameterkombination von Landnutzung und Hangneigung großräumig zu analysieren. In der Drei-dimensionalen Darstellung ermöglicht das Modell einen anschaulichen Überblick über das Projektgebiet, wenn die aktuelle Landnutzung - wie hier - in Echtfarben über das in leichter Überhöhung und schattiert dargestellte Relief gelegt wird.
Im Rahmen des GTZ-Projektes "Integriertes Management natürlicher Ressourcen in den Bale-Mountains (Äthiopien)"
Als Eingangsdaten für das Modell dienten LANDSAT-TM Satellitenbilder und topographische Karten der Region. Die aktuelle Landnutzung wurde unter Einsatz von Bodenkontrollen mittels einer überwachten Klassifikation der LANDSAT-Szenen in ERDAS-Imagine erstellt.

 

Unter Verwendung des ArcInfo-Moduls TIN (Triangulated Irregular Network) wurden die digitalisierten Isohypsen dreiecksvermascht. Dabei entsteht ein Datensatz, der Expositions- und Hangneigungswerte für jedes der entstandenen Dreiecke ausweist.

Ausschnitt der Hangneigungskarte (Raum Berisa) näher betrachten (68k)
Nach der Klassifizierung lassen sich die Hangneigungswerte in einer Hangneigungskarte darstellen.

 

 

 

Nachdem Landnutzung und Hangneigung, die beiden Schlüsselfaktoren für die Erosionsgefährdung in Gebirgsräumen, als digitale Datensätze vorliegen, werden diese miteinander verschnitten. Dabei entsteht ein räumlich hoch aufgelöster Datensatz, der aus Polygonen mit homogener Landnutzung und Hangneigung besteht. Aus diesem Datensatz können durch logische Operationen Flächen ausgelesen werden, die durch Kombination von starker Hangneigung und erosionsgefährdender Landnutzungsart (z.B. Ackerbau) besonders gefährdet sind.

 

Ausschnitt der Landnutzungskarte (Raum Berisa) näher betrachten (80k)

Neben den thematischen Informationen zur Landnutzung wurden zur besseren Orientierung das Verkehrs- und Gewässernetz, Isohypsen sowie das UTM-Gitternetz in die Karte aufgenommen.

Ausschnitt der Gefährdungskarte (Raum Berisa) näher betrachten
(80
k)

Nach der Klassifizierung lassen sich die kombinierten Hangneigungs- und Landnutzungsdaten in einer Gefährdungskarte darstellen.


Ausschnitt der Waldschutz-Prioritätenkarte (Raum Berisa) näher betrachten (92 k)

Ganzes Blatt der Waldschutz-Prioritätenkarte
betrachten (210
k)

 


Im Umkehrschluß können aus dem gleichen Datensatz auch diejenigen Flächen ausgewiesen werden, auf denen Wald in steilen Hanglagen derzeit Erosion verhindert, und die daher mit höchster Priorität geschützt werden müssen.

 

Meissner, B. / Wohlfarth-Bottermann, M. (1998): Einsatz eines DHM für die integrierte Forstplanung in den Bale Mountains / Äthiopien. In: List, F.K. (ed.): Photogrammetrie im Wandel: Lehre - Forschung - Anwendung. Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Photogrammetrie und Fernerkundung, Vol. 6, p. 239-247

Modellierung, Kartographie & Webdesign:
Dr. M. Wohlfarth-Bottermann